Die vergangenen Monate waren bewegend, phantasievoll und kreativ und nun ist es endlich soweit! Wir freuen uns sehr, euch unser drittes poetisches Bühnencircusprogramm „Stiller Freund“ präsentieren zu können!

Im Rahmen der 12. Klass-Jahresarbeit von Isabella Klemisch ist die Geschichte von Liv und Lou entstanden.

Isabella war selber mehrere Jahre als Artistin beim Circus UBUNTU und bei UBUNTU – die Bühne aktiv. Ihren Wunsch, das Schreiben einer Circusgeschichte zum Thema ihrer Jahresarbeit zu machen, haben wir als Verantwortliche im Bühnenteam gerne aufgegriffen. Es war für uns eine Bereicherung und neue Erfahrung und natürlich eine spannende Herausforderung! Nach vielen Monaten konzentrierter Arbeit ist aus einer schönen Idee Realität geworden, über die wir nur selber staunen können.

Aber jetzt soll es endlich losgehen: „Es wird dunkel und ganz still, es ist kein einziger Laut mehr zu hören. Leise öffnet sich der Vorhang und offenbart für Augenblicke eine winzige Lücke der Vergessenheit. Für eine kurze Spanne dürfen wir uns verlieren, uns auflösen in Wunder – vom Geheimnis verwandelt!“

Liv und Lou

Das Leben ist gut und licht.
Das Leben hat goldene Gassen.
Fester wollen wirs fassen,
Wir fürchten das Leben nicht.

Wir lieben die Stille und den Sturm,
Die bauen und bilden uns beide.
Dich – kleidet die Stille wie Seide,
Mich – machen die Stürme zum Turm.

(R. M. Rilke)

Die Figuren der Geschichte

In der Geschichte „Stiller Freund“ tauchen vier Hauptfiguren auf. Zwei davon sind sich sehr ähnlich, sie heißen Nino und Peppino. Die anderen Beiden sind jedoch völlig unterschiedlich. Sie sind sich zunächst anscheinend nur in zwei Dingen ähnlich: sie bewegen sich gerne und sie versuchen, Freunde zu werden. Ihre Namen Liv und Lou.

Liv ist ein sehr fröhliches und lebendiges Mädchen. Sie spielt Geige und schlägt gerne Purzelbäume. Offen geht sie auf neue Menschen zu, sie ist sehr neugierig und kontaktfreudig.
Sie plaudert viel und ist darum so unsicher, als sie merkt, dass Lou nicht spricht.

Lou liebt das Leben wie es ist. Lou ist ein sehr guter Beobachter und sieht schnell, wie sich ein Mensch fühlt, da er es nicht wie wir über die Sprache erfährt. Er versucht in jedem das Gute und Positive zu sehen und ist in der Hinsicht wie Liv ein Optimist.

Und doch ist Lou auch manchmal einsam, er wünscht sich einen Freund. Einen Freund zum Lachen und Weinen und einen, den man einfach in den Arm nehmen kann.

„Das Schönste und Wichtigste lässt mit Worten sich nicht sagen. Es ist auf einmal da: Ein Blick, ein Schweigen, ein Nichts, das alles sagt.“ (Verfasser unbekannt)