Hochverehrtes Publikum! Liebe Circusfreunde!

Es ist geschafft: Nach einem Jahr Training, vielen Überraschungen und der nötigen Portion Glück sind wir stolz, Ihnen und Euch unser neues Programm zu präsentieren.

„hin und weg“ waren wir wohl alle in den letzten Monaten, „hin“gerissen von der Gemeinschaft, vom Spaß und der Freude miteinander. Eher „weg“gerissen von der vielen Arbeit (ja, es gibt auch noch andere Dinge im Leben als unseren Circus), der ernüchternden Routine und den vielen Kleinigkeiten, die ein umgangreiches Projekt mit sich bringt.

„hin und weg“ ist auch das Motto unserer immer noch schwebenden Quartierfrage, der Frage nach der Zukunft und eines vielleicht größeren, tragfähigeren Rahmens.

Wie es unser Name schon sagt: „KARIBU“ – „Willkommen“ aus der afrikanischen Sprache Kisuaheli: Der Fremde und der Freund sind gleichermaßen „willkommen“ im Hause des Gastgebers.

Wir konnten im letzten Jahr viele neue Freunde gewinnen, in der Musik, in der Technik, im Bühnenteam und auch in der professionellen Begleitung. Auch unser Artistenteam hat kräftig Zuwachs bekommen.

Durch die engagierte Entwicklungsarbeit unserer Jugendlichen ist es gelungen, ein frisches neues Programm zu entwickeln, mit anderen Tönen, neuen Nummern.

Lassen Sie sich „hin“reißen von 120 Minuten Circusgeschichte, Artistik, Jonglage, … (alles werden wir hier nicht verraten) unseren Clowns und von unserer fetzigen Circus-Kapelle.

Viel Vergnügen wünschen von Herzen die KARIBUs!

hin und weg

hin und weg, Kommen und Geh'n
Nicht sicher ist das Wiederseh'n
Aufbruch, Abbruch, Weiterzieh'n
Doch nicht dem Augenblick entflieh'n

Suchen und Finden
Sich lösen und binden
Wir wollen es wagen
Nicht verzagen
Wollen Bausteine tragen
Wir wollen vertrauen
Wir wollen Brücken bau'n

Abschied ist sogleich Beginn
Darin liegt des Lebens Sinn

Hin und Weg – eine Bühnengeschichte

Die Ferien sind vorbei und unsere Geschichte beginnt mit der Ansage des Circusdirektors: „Auf Wiedersehen im nächsten Jahr“; der Circus wird abgebaut.

Die Freundinnen Clara und Anabel betrachten die Abbauarbeiten und erinnern sich an die schöne Zeit mit den Artisten, an die vielen Kunststücke und das spannende gemeinsame Training.
Und dann ist da noch Antonio, der Sohn des Zirkusdirektors – das ist schon ein starker Typ, keiner kann so jonglieren wie er und für Anabel war das schon mehr als eine gute Freundschaft.
Schade, dass die aufregende Zeit vorbei ist du sie nun wieder zur Schule müssen, weil die Ferien zu Ende gehen.

Anabel möchte viel lieber mit dem Zirkus ziehen, als Artistin in der Manege stehen und einfach in Antonios Nähe sein.

Das letzte Jahr der Schulzeit vergeht und eines Tages ist es soweit: der Zirkus kommt zurück in die Stadt,. Anabel ist hin- und hergerissen: Soll sie jetzt wirklich alles hier verlassen und zum Zirkus gehen? Wie wird sie dort aufgenommen werden und Antonio: Wird er sich an sie erinnern?

Clara ermutigt Anabel und so stehen die beiden schließlich im Zirkuszelt, gut versteckt am Bühnenrand.
Als Anabel versucht, hinter die Bühne zu schleichen, wird sie von den Artisten zurückgewiesen: „Kein Zutritt für Fremde“! Auch Antonio will sich nicht so recht an sie erinnern.
Schließlich wird sie doch im Zirkus aufgenommen und bekommt eine Aufgabe.

Das Zirkusleben hatte sich Anabel jedoch ganz anders vorgestellt und sie sehnt sich nach ihrer Freundin Clara.
Wie soll sie es bloß schaffen, mit den anderen Artisten auf der Bühne zu stehen?
Und: kann sie Antonios Herz gewinnen?